O-Bus Potsdam

Eröffnung: 01.10.1949

Stilllegung: 02.02.1995

 

Linienfahrzeuge:

Der Potsdamer Fahrzeugpark setzte sich 1990 typenrein aus 13 Skoda 14Tr Obusen zusammen. Als Potsdamer Besonderheit wurden alle Fahrzeuge kurz nach der politischen Wende mit Totalreklamen versehen.

Einzig Wagen 976 wurde nach seiner Hauptuntersuchung 1994 noch in die neuen Hausfarben des ViP umlackiert.

Mit der Elektrifizierung der Wetzlarer Bahn am Bahnhof Drewitz wurde am 15.12.1992 das Obus-Netz geteilt.

Der Bahnübergang konnte nun nicht mehr elektrisch befahren werden.

Um trotzdem einen elektrischen Betrieb auf der Reststrecke zur Steinstraße durchzuführen, wurde kurzfristig ein Obus mit

Hilfsantrieb aus Solingen (Wagen 55) und ein DuoBus aus Esslingen (Wagen 324) angemietet. Ihr Einsatz währte aber nur kurz und sie wurden im Januar 1993 wieder an ihre Heimatbetriebe zurückgegeben.

Da nun für den reinen Obusbetrieb weniger Fahrzeuge benötigt wurden, schieden 1993 die Wagen 972. 973, 974, 975, 977 und 982 aus dem Betriebsdienst aus und wurden verkauft.

Im Sommer 1993 trafen zwei fabrikneue Mercedes-Benz DuoBuse (O 405 GTD) ein und wurden mit den Betriebsnummern 993 und 994 in den Fahrzeugpark übernommen. Sie übernahmen fortan den Betrieb auf der Linie 690 und überquerten den Bahnübergang am Bahnhof Drewitz mit ihrem Dieselantrieb.

Durch den mangelhaften Zustand der aus DDR-Zeiten stammenden Fahrzeuge stand der Oberleitungsbus Potsdam ab Anfang der 1990er Jahre zur Disposition. Aufgrund der angespannten Finanzlage der Stadt Potsdam kamen Neuanschaffungen und Investionen in Fahrzeugpark und Infrastruktur nicht in Frage, diese Problematik führte schließlich zur vollständigen Einstellung des Potsdamer Obus-

Betriebs.

Am 16. Januar 1995 ordnete die Dekra die sofortige Stilllegung fast aller Skoda-Obusse an, teilweise waren fragende Teile durchgerostet.

Am 22.01.1995 verabschiedete der Verkehrbetieb die Obus vom Typ 14Tr mit einer Sonderfahrt über das gesamte Netz. An dieser nahmen der Obus 976, der DuoBus 994 und ein Berliner Traditionsbus teil.

Die beiden DuoBus verkehrten danach noch teilweise im elektrischen Betrieb weiter, bis am 02.02.1995 nach einen Sturmschaden

der elektrische Betrieb komplett eingestellt wurde.

Die beiden fast neuen DuoBuse wurden 1995 nach Kapfenberg in Österreich verkauft.

Die Wagen 971, 978, 979, 980, 981 und 983 gingen 1995 nach Ostrava (Tschechien).

Einzig Wagen 976 blieb in Deutschland erhalten. Er ging 1995 in den Eigentum des DVN über und gelangte 1996 nach Eberswalde. Dort erfolgte seine Aufarbeitung und er wird seit seiner Fertigstellung als historisches Fahrzeug eingesetzt.

 

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